Standortbezogenes Förderkonzept Schuljahr 2011/12
St.Stefan ob Stainz, 04.10.2011
Schulebene:
Ausgehend vom Unterricht in den Leistungsgruppen steht in den Hauptgegenständen pro Schulstufe eine Förderunterrichtstunde zur Verfügung, die vornehmlich der Vermeidung negativer Beurteilungen und dem Nachlernen von versäumtem Lernstoff nach Krankheit usw. dient. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, steht der Förderlehrer nach Absprache mit dem Fachkoordinator auch einer bestimmten Leistungsgruppe als Zweitlehrer zur Verfügung. Diese Förderstunde wird in der Regel jeweils integriert angeboten
- Insgesamt bietet die Schule 8 Stunden integrierten Förderunterricht pro Woche an.
- Zusätzlich wird auf der 4.Schulstufe im Fach Mathematik 14-tägig am Nachmittag Förderunterricht angeboten.
- Um unsere SPF- Schüler optimal fördern zu können und die Arbeit in den Schülergruppen, in denen Schüler der 2.und 3.Leistungsgruppe gemeinsam unterrichtet werden müssen, zu erleichtern, sind folgende SPF-Stunden bzw. Assistenzstunden in der Lehrfächerverteilung eingeplant:
3.Klassen: 4 Stunden SPF –Deutsch, 1 Stunde-Mathematik, 3 Stunden Assistenz Mathematik, 1 Stunde Assistenz Englisch
4.Klassen: 1 Stunde Assistenz Text.Werken
- Eine weitere individuelle Förderung erfolgt durch differenzierte Unterrichtsgestaltung, den häufigen Einsatz zusätzlich zum Schulbuch entwickelter Arbeitsblätter und den regelmäßigen Einsatz selbst entwickelter Lernspiele.
- Auch spezielle PC-Programme, besonders im Bereich Deutsch und der Fremdsprache Englisch, dienen der Individualisierung des Unterrichts.
- Ablauf: Die Erziehungsberechtigten sind über den etwaigen Bedarf an FU rechtzeitig zu informieren, und die Fördermaßnahmen werden mit ihnen abgesprochen. Nach genauer Instruktion des Förderlehrers durch den unterr. Kollegen werden die SchülerInnen zum integrierten FU bzw. zum FU am Nachmittag geschickt. Der Förderlehrer protokolliert die Defizite, den erarbeiteten Stoff und den erzielten (oder nicht erzielten) Fortschritt.
- Deutsch: Auf Grund der zunehmenden Lese- und Rechtschreib-Schwierigkeiten versuchen wir auf allen vier Schulstufen speziell im Deutschunterricht den Kontakt zur öffentlichen Bibliothek unserer Gemeinde zu intensivieren.
Um einen bestimmten "Leserhythmus" zu entwickeln, wird jede Schülerin, jeder Schüler angehalten, sich ein Buch auszuleihen, eine spannende Stelle daraus vorzulesen bzw. kurz darüber zu berichten und die Bibliothek auch in der Freizeit zu besuchen.
Im Rahmen einer Deutschstunde pro Monat wird die öffentliche Bücherei besucht.
Mit Schülern aller Leistungsgruppen werden gemeinsam Texte aus "Jung Österreich" oder "Topic" oder eine Lektüre in Klassen- Gruppenstärke gelesen, besprochen und inhaltlich schriftlich zusammengefasst.
Zusätzlich wird an der Lesetechnik spielerisch gefeilt, um Spaß am Lesen zu wecken.
Mit schwächeren SchülerInnen werden Wörterkarteien des Grundwortschatzes angelegt und erarbeitet.
Der intensive und gezielte Umgang mit dem Wörterbuch ist uns ein großes Anliegen. Das Nachschlagen im Wörterbuch soll zur Normalität, zur Gewohnheit werden.
Häufiges Üben und vor allem die Regelmäßigkeit erhöhen den Lernfortschritt in der Rechtschreibung.
In der ersten und zweiten Leistungsgruppe werden die verschiedenen Rechtschreibthemen gesondert und gezielt behandelt (Deutschbuch, zusätzliche Arbeitsblätter, Verfassen eigener Kurztexte zum Rechtschreibthema, Nonsenstexte, etc.)
In der dritten Leistungsgruppe wird die Rechtschreibung vorwiegend in Verbindung mit dem Bereich Schreiben behandelt. Die Schreibsicherheit wir durch ständiges Anwenden, durch Analogieübungen und die daraus resultierende Regelkenntnis erhöht.
Zu Beginn des 2.Semesters wird bis Ostern eine Schwerpunktaktion „Lesen“ gesetzt: Es werden je 5 min der ersten 3 Unterrichtstunden und der großen Pause zu einem 20-minütigen Leseblock, der nach der 3.Stunde angesetzt wird, zusammengefasst. So sollen die Leseleistungen vieler SchülerInnen verbessert werden.
2) Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache:
- Der muttersprachliche Unterricht für 2 Kinder mit nicht deutscher Muttersprache (Bulgarisch, Ungarisch) wird in Deutschlandsberg angeboten.
3) Begabtenförderung:
- Freigegenstand „Italienisch“ im Ausmaß von 1 Wochenstunde durch einen geprüften Italienischlehrer für die SchülerInnen der 3. u.4. Klassen.
- Angebot für die Sch. der 4.Klassen: Einsatz von 2 italienischen „native speakern“ im Rahmen eines von außerschulischen Institutionen geförderten Projektes im 2.Semester jeweils an Nachmittagen mit Abschlusspräsentation (Gustl58 unterstützt).
- Angebot der Unverb. Übung „Einführung in die Informatik“ im Ausmaß von insgesamt 2 Wochenstunden (14-tägig eine Doppelstunde) für interessierte SchülerInnen der 3.Klassen.
- Möglichkeit der Ablegung des ECDL für besonders interessierte und begabte Schüler direkt an der Schule für die SchülerInnen der 3.und 4.Klassen
- Regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben im Bereich Bildnerischer Erziehung und Deutsch sowie am Mathematik-Känguruwettbewerb.
- Teilnahme am Crosslauf, an den Bezirksmeisterschaften für Alpinen Schilauf, Leichtathletik und Schwimmen.
4) Angebote für den Erwerb unterschiedlicher Kompetenzen:
- Sozialkompetenz: Wegen der außerordentlichen Wichtigkeit des Erwerbs sozialer Kompetenzen steht den Klassenvorständen von der 5. bis zur 7.Schulstufe schulautonom je 1 Wochenstunde zur Verfügung.
- Weiterere Angebote zum Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenz sowie dynamischer Fähigkeiten :
- Unverb. Übung „Sportspiele“ als zusätzliches Bewegungsangebot
- Teilnahme und Mitarbeit aller SchülerInnen an den Vorbereitungen zu unseren Schulfeiern (Advent- und Weihnachtsfeiern, Messen, …)
- Weiterführung der im Vorjahr eingeführten „Bewegten Pause“.
- Vorgesehene Teilnahme an einem Bewerbungstraining in der AK Deutschlandsberg
- Teilnahme aller Schüler der 4.Klassen an Berufspraktischen Tagen teilzunehmen.
- Möglichkeit für alle SchülerInnen, die die 8.bzw. 9.Schulstufe absolvieren, Schnuppertage in verschiedenen Firmen und Institutionen zu absolvieren.
- Regelmäßige Bibliotheksbesuche in der öffentlichen Bücherei in St.Stefan
- Workshop für die Schüler der 3.Klassen zur Thematik „Eingreifen statt wegschauen? – Zivilcourage-Training zur Gewaltprävention im Alltag“ der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus; (Unterstützung durch die „Gesunde Gemeinde“).
Ziele: Schulung von Kooperation, Kommunikation und Empathie; positive und negative Kritik angemessen formulieren und annehmen lernen; in Bedrohungs- und Gewaltsituationen angemessen reagieren; Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit; Stärkung der persönlichen Verantwortung; Einüben von gewaltfreien „Einmischstrategien“.
- Teilnahme und Abhaltung von gemeinsamen interkulturellen Projekttagen mit unserer Partnerschule aus Pècs (Besuch von 26. bis 29.10.2011)
- „Afrikaprojekt“ der SchülerInnen der 1. und 2.Klassen von 14. bis 16.12.2011 mit Präsentation am 16.12. um 15 Uhr
- „Kennenlerntage“ der SchülerInnen der 1.Klassen am 4.u.5.10.2011 mit professioneller Betreuung
5) Maßnahmen an den Nahtstellen bzw. zur Bildungslaufbahnbegleitung:
- Die designierten Klassenvorstände besuchen die Abschlussklassen der Volksschulen und tauschen mit den KollegInnen ihre Kenntnisse (Leistungsvermögen und –bereitschaft, Verhaltensauffälligkeiten, … ) und Erfahrungen aus.
- Am „Tag der offenen Tür“ wird den VS-Kindern ein Einblick in Arbeitsweise, Lernangebote sowie die räumlichen und personellen Voraussetzungen an der HS geboten.
- Im Spätherbst wird ein Berufsinformationsabend organisiert, an dem verschiedenste Bildungseinrichtungen ihre Konzepte präsentieren können und deren Vertreter für persönliche Anfragen zur Verfügung stehen.
- Außerdem bietet die Schule den Eltern die Möglichkeit einer psychologischen Berufswahldiagnostik, d. h. der Ablegung eines Berufstestes mit anschließender persönlicher Beratung, an.
Der Direktor