Mittelschule St. Stefan ob Stainz

Es ist dies das größte, interne Sport-Event der Mittelschule St. Stefan ob Stainz: das allseits beliebte und überaus emotionale Völkerballturnier, das in der Schilcherheimat traditionell einen besonderen Stellenwert genießt. So überrascht es kaum, dass sämtliche SchülerInnen stets dem Turnier entgegenfiebern, sich Taktiken überlegen und gemeinsam einschwören. Im Frühjahr war es dann endlich so weit und die Spannung allseits greifbar. Einmal mehr konnte das Turnier schließlich den hohen Erwartungen gerecht werden. Denn die Dramatik hätte abermals größer nicht sein können.

Die prestigeträchtigen Wettkämpfe – der herausragende Schilcherlandsaal schuf dafür einmal mehr den perfekten Rahmen – fanden in zwei Gruppen statt: Es duellierten sich die ersten und zweiten sowie die dritten und vierten Jahrgänge. Der Einsatz aller SchülerInnen und der Zusammenhalt in den jeweiligen Klassen waren neuerlich beispiellos. Insbesondere die Gruppe der Jüngeren – also der ersten und zweiten Klassen – lieferte Drama pur. Die Ersten konnten gegen die etwas Größeren zwar lange tapfer dagegenhalten, dennoch zeichnete sich rasch ab, dass es sich die beiden Zweiten um den Sieg ausmachen werden. Das vorgezogene Finale zwischen der 2a und 2b war ein Aufeinandertreffen auf absoluter Augenhöhe. Bis zum Schluss wurde um jede Szene gefightet, man pushte sich gegenseitig – beiden Klassen wollten den Sieg unbedingt. Und so kam, was kommen musste: Die Zeit war beinahe um, daher bereits zwei Bälle im Spiel, die Hektik wurde immer größer und am Feld bereits die beiden Freigeister mit jeweils einem Leben. Der nächste Treffer auf einen solchen würde also alles entscheiden. Ein Remis wäre das einzig gerechte Ergebnis gewesen, doch es muss freilich einen Sieger geben. Und so gelang der 2a der Lucky Punch – denkbar knapp versteht sich von selbst. Nach dem regelrechten Herzschlagfinale folgte Riesenjubel auf der einen Seite – große Enttäuschung auf der anderen. Doch diese wich schnell. Schließlich freut man sich bereits jetzt auf die Revanche im nächsten Jahr.

Eine Etappe höher wurde bei den älteren SchülerInnen ebenfalls grandios gefightet. Wie man es bereits aus vergangenen Jahren kannte, konnten die dritten die vierten Klassen oftmals mehr als nur ärgern und an den Rand einer Niederlage bringen. Doch in diesem Jahr gab es kein Vorbeikommen an der 4b. Mit einem phänomenalen Team-Spirit und schlauer Taktik im Gepäck konnten sie heuer sogar die üblicherweise favorisierte 4a deutlich hinter sich lassen und so den Turniersieg souverän einfahren.

Das Völkerballturnier 2026 avancierte einmal mehr zu einem erstaunlichen Event. Denn trotz all des Engagement, des Ehrgeizes und des unbedingten Siegeswillens aller Klassen standen zu jedem Zeitpunkt dennoch andere Aspekte absolut im Vordergrund: die Freude an der Bewegung, am Spiel, am Zusammenhalt und am Teamspirit. So ging das Turnier mit größtmöglichem Sportsgeist und äußerster Fairness über die Bühne. Es ist eben einfach etwas Besonderes, dieses Völkerballturnier in St. Stefan ob Stainz.