Wer glaubt, seine eigene Schule in- und auswendig zu kennen, hat sie wahrscheinlich noch nie durch eine Kamera betrachtet. Genau das machte die 4b aber. Unter der Anleitung von zwei Kursleitern vom Baukulturverein Steiermark und der TU Graz (Fakultät für Architektur sowie Institut für Gebäudelehre und Städtebau) tauchten die Schülerinnen und Schüler zunächst in die Welt der Architekturfotografie ein. Nach einem kurzen, aber spannenden Einstieg war schnell klar: Ein gutes Foto entsteht nicht zufällig – und schon gar nicht nur mit „einfach draufhalten“.
Im praktischen Teil wurde die eigene Schule zum Fotomotiv. Zuerst wurde die Schule von außen in Szene gesetzt, danach rückten plötzlich Ecken, Gänge und Details in den Fokus, an denen man sonst achtlos vorbeigeht. Aus ungewohnten Perspektiven, mit dem richtigen Blick für Licht und Schatten, entstanden dabei überraschend kreative Aufnahmen. Wer hätte gedacht, dass selbst ein ganz normaler Gang plötzlich fast wie ein Kunstwerk wirken kann?
Zum krönenden Abschluss wurden die Lieblingsmotive noch einmal ganz besonders festgehalten: mit einer Polaroid-Kamera. Die fertigen Bilder fanden ihren Platz direkt im Klassenzimmer – und sorgen nun täglich für ein bisschen Galerie-Feeling im Schulalltag.
Manchmal braucht es eben nur einen neuen Blickwinkel und etwas Kreativität, um Altbekanntes völlig neu zu entdecken.
