Mittelschule St. Stefan ob Stainz

Auch in diesem Schuljahr ermöglichte das von ISOP (Innovative Sozialprojekte) initiierte Projekt „Afrika hautnah“ den SchülerInnen der zweiten und dritten Klassen der Mittelschule St. Stefan ob Stainz einen besonderen Start ins neue Schuljahr. An drei abwechslungsreichen Projekttagen erhielten sie die Gelegenheit, den faszinierenden Kontinent Afrika aus neuen Perspektiven kennenzulernen.

Geleitet wurde das Projekt von Fred Ohenhen, einem gebürtigen Nigerianer, der auf langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zurückblicken kann. Gemeinsam mit seinem Team schafft er Begegnungen, die den interkulturellen Austausch fördern und zum Nachdenken anregen.

Die Inhalte der Projekttage waren vielseitig und wurden anschaulich, lebendig und mit einer guten Portion Humor vermittelt. Die SchülerInnen konnten ihren Wissenshorizont erweitern und zugleich eigene Vorstellungen hinterfragen. Ein wesentliches Anliegen des Projekts ist es, Vorurteile abzubauen und Rassismus, Ausgrenzung, Mobbing sowie Gewalt entgegenzuwirken. Respekt, Offenheit und ein wertschätzendes Miteinander standen daher während der gemeinsamen Aktivitäten im Mittelpunkt.

Das Programm bot zahlreiche Möglichkeiten, Afrika mit allen Sinnen zu erleben: Es wurde auf Zulu gesungen, getrommelt, musiziert und getanzt. Die SchülerInnen beschäftigten sich mit geografischen Besonderheiten des Kontinents und lernten Pflanzen und Früchte kennen, die mit Afrika in Verbindung gebracht werden. Außerdem gestalteten sie T-Shirts mit afrikanischen Symbolen. Ein besonderes Highlight war das Anprobieren traditioneller afrikanischer Kleidung, die von den Jugendlichen mit großer Begeisterung und sichtlichem Stolz präsentiert wurde.

Durch die praktischen Erfahrungen und den persönlichen Austausch wurde Afrika für die SchülerInnen auf anschauliche Weise greifbar. Gleichzeitig boten die Projekttage Gelegenheit, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten nachzudenken und den eigenen Blick auf andere Kulturen zu erweitern. Denn der Kontinent ist vielfältig und facettenreich – und lässt sich nicht auf einzelne Bilder oder Vorstellungen reduzieren.

Die Rückmeldungen der SchülerInnen waren durchwegs äußerst positiv. Die Begeisterung war während der gesamten Projekttage spürbar. Die Botschaft, die über die drei Tage hinauswirken soll, ist klar: Jeder Mensch verdient Respekt – unabhängig von Hautfarbe, Herkunft oder kulturellem Hintergrund. „Einen Traum wollen wir träumen“ – diese Aussage bringt das Anliegen des Projekts treffend auf den Punkt. Es ist der Traum von einer Gemeinschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist und Ausgrenzung keinen Platz hat.